OEE-Transparenz in der Verpackung
A. Vogel AG
Die Herausforderung – fehlende Kennzahlen zur Anlagenleistung
Die A. Vogel AG in Roggwil TG geht auf den Naturheilkunde-Pionier Alfred Vogel zurück, der das Unternehmen 1963 gründete. Heute zählt A. Vogel zu den bedeutendsten Schweizer Herstellern von pflanzlichen Arzneimitteln sowie von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln aus frischen Pflanzen.
Wer Arzneimittel herstellt, muss strenge Vorgaben zu Prozesssicherheit, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation erfüllen – und zwar bis hin zu den Verpackungslinien. A. Vogel betreibt mehrere solcher Linien, unter anderem für die Abfüllung von Flüssigprodukten und Tabletten. Was bisher fehlte, war eine systematische Auswertung der Anlagenleistung. Stillstände, Taktverluste und Qualitätsstopps wurden nur lückenhaft festgehalten. Ohne verlässliche Zahlen liessen sich die Linien nicht miteinander vergleichen, und Optimierungspotenziale blieben im Verborgenen.
Ziel war es, die Leistung jeder Linie automatisch und nachvollziehbar zu erfassen und daraus eine belastbare Grundlage für Verbesserungen zu schaffen.
Die Umsetzung mit iDIP – OEE-Cockpit für die Verpackungslinien
Auf Basis der iDIP Plattform wurde ein OEE-Cockpit (Overall Equipment Effectiveness) realisiert, das den Anforderungen der Arzneimittelproduktion an Datenintegrität und Prozesssicherheit gerecht wird. Folgende Hauptfunktionen wurden umgesetzt:
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Automatische Stillstandserfassung: Über Impulse der taktgebenden Maschine erkennt iDIP pro Linie selbstständig, ob produziert wird oder eine Störung vorliegt. Stillstände werden zunächst als undefiniert markiert und anschliessend per QR-Code-Scan genau zugeordnet. Auch Zustände wie Bereit, Pause oder Rüsten lassen sich so erfassen – lückenlos und ohne zusätzlichen Schreibaufwand.
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Live-Anzeige an der Linie: Ein grosses Liniendisplay zeigt den laufenden und die folgenden Aufträge sowie die aktuelle OEE in Echtzeit. Zum Auftragsabschluss wird die Gutmenge direkt über den Handscanner erfasst.
- Zentrale Auswertung und Linienvergleich: Alle Produktionsdaten fliessen in der iDIP Plattform zusammen. Übersichtliche Tabellen und Diagramme sowie Reports zu Fehlerursachen, Produktionszeiten, Mengen und OEE machen die Linien erstmals direkt miteinander vergleichbar.
- Auftragsplanung und Freigabe: Das Planungsteam legt die Produktionsaufträge direkt in iDIP an und verwaltet Stammdaten und Parameter an einem zentralen Ort. Excel-Listen und Rückfragen an der Linie gehören damit der Vergangenheit an.
Das Ergebnis – volle Transparenz und weniger ungeplante Stillstände
A. Vogel hat die Leistung der Verpackungslinien heute jederzeit im Blick. Sämtliche Stillstandsgründe werden systematisch dokumentiert und lassen sich gezielt auswerten. Der direkte Vergleich zwischen Flüssig- und Tablettenabfüllung zeigt dem Produktionsteam klar, wo sich Massnahmen am meisten lohnen.
Da die manuelle Erfassung wegfällt, gewinnen die Mitarbeitenden Zeit für andere Aufgaben und die Qualität der Daten hat deutlich zugenommen. Die neue Transparenz zahlt sich bereits aus: Die ungeplanten Anlagenstillstände sind merklich zurückgegangen.
"Durch die Expertise von Schmid Automation und den Einsatz der iDIP-Plattform haben wir eine verlässliche Datenbasis für komfortable Auswertungen geschaffen und können uns kontinuierlich weiterentwickeln. Die ungeplanten Anlagenstillstände konnten bereits um 10 % reduziert werden."
Rodrigo Leute, Produktionsmanager, A. Vogel AG
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Tomy Mändli